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…und schon wieder ein neues Geschirr

…und schon wieder ein neues Geschirr

Eigentlich sammeln Frauen doch Schuhe und/oder Taschen, nicht dass ich keine Schuhe hĂ€tte, aber wir sammeln mittlerweile wohl eher Geschirre. Heute bekommt Kimbi ihr zehntes Geschirr. Einige liegen im Auto und einige zu Hause, so gibt es fĂŒr jeden Anlass das passende Geschirr. Mittlerweile wurden auch schon sĂ€mtliche Geschirre wieder verĂ€ndert und/oder aussortiert. Drei von den zehn Geschirren sind mittlerweile etwas zu klein, die können wir nur noch im Sommer nutzen, wenn sie weniger Fell hat.

Es fing eigentlich damals, als Kimbi kein Geschirr anziehen mochte an, die gekauften passten ihr nicht so richtig. Sie fĂŒhlte sich sehr unwohl in so einem gekauften Geschirr, war schnell gestresst und mied es.
Es ging am Anfang auch nicht nur um das Anziehen selbst, sie bekam auch Stress beim Laufen. Sie mochte sich damit nicht hinlegen, entspannen und schlafen war somit auch nicht möglich.

Wir trainierten zu Hause das Anschauen, Touchen, Bringen und Kopf durchstecken. Es wurde immer besser, aber nicht so, dass sie sich richtig wohl fĂŒhlte.

Training – Geschirr anziehen [quicktime]http://www.freundschaft-hund.com/priv_kimba_blog/blogfilme2003_2012/anziehen1.mpg[/quicktime]

Ich nĂ€hte ihr ein weiches Geschirr ohne einen Gurt zwischen den Beinen und mit einem grĂ¶ĂŸeren Einstieg fĂŒr den Kopf, es hatte keine StabilitĂ€t, aber das war erst mal egal. Mir ging es zunĂ€chst einmal nur darum, sie daran zu gewöhnen und es ihr so angenehm wie möglich zu machen.

Ein Halsband war fĂŒr mich keine Alternative und somit bekam sie damals ihr erstes selbstgemachtes Geschirr.

Das Training draußen auf den SpaziergĂ€ngen ging schnell voran, das Hinlegen, das Entspannen, auf die Seite legen, Strecken usw. wurde ĂŒber Marker trainiert.

Somit folgte nun auch bald das 2. Geschirr, es musste ja nun noch ein wenig StabilitÀt hinein.
Kimbi bekam zunĂ€chst ein Norwegergeschirr, da bei diesen Geschirren immer noch der Mittelsteg fehlt. Anschließend ein weiches, am Hals rundgenĂ€htes FĂŒhrgeschirr, danach gab es dann FĂŒhrgeschirre in allen Variationen.
Alle Geschirre wurden weich gepolstert, ich schaute, dass sie ca. eine Handbreit von den Vorderbeinen  entfernt waren, die Schnallen nirgends drĂŒckten und an den Seiten nicht zu tief saßen. Ebenso wurde der Ring fĂŒr die Leine mit Polster unterlegt, so dass der Ring und auch der Karabiner der Leine  nicht auf ihre WirbelsĂ€ule aufschlug.

Damals gab es ein breites Neoprenpolster, mittlerweile gibt es aber auch Wolle- und Stoffpolster unter dem Gurtband.
Am Anfang wurde das Gurtband am Hals rund genÀht. Mittlerweile kann sie auch gekreuzte und spitz zulaufende GurtbÀnder im Halsbereich  tragen.

Wichtig ist bei Kimbi nur, dass der Einstieg groß genug ist und dass das Geschirr weich gepolstert ist.

Kimbi trĂ€gt mittlerweile viele verschiedene Modelle  und das ohne Probleme. Gekaufte Geschirre trotz Maßanfertigung passen ihr nur suboptimal.
Das Problem mit dem Tragen auf dem Spaziergang ging sehr schnell vorĂŒber.
Allerdings mussten wir das Anziehen sehr lange trainieren. Aufgrund dessen, dass sie damals sehr berĂŒhrungsempfindlich und ihr Gesundheitszustand wesentlich schlechter als heute war, dauerte es etwas lĂ€nger. Der Weg hat sich aber gelohnt.

Heute hat sie mit dem Anziehen nur noch sehr selten Probleme, meistens nur dann, wenn es ihr gesundheitlich nicht so gut geht.

Dieses Geschirr wurde mit weichem Stoff und Polster genĂ€ht, alle Ringe wurden  unterlegt und es gab ein schwarzes Gurtband mit reflektierenden Streifen. Es ist superweich und leicht, genau das Richtige fĂŒr meine Maus.