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Kimbi zeigt mir durch ihr Verhalten an was sie möchte

Kimbi zeigt mir durch ihr Verhalten an was sie möchte

Seit Silvester baut Kimbi wieder etwas ab. Die Geräusch- und die Stressempfindlichkeit nimmt zu. Sie bekommt die nächste Zeit viel Ruhe, kürzere Spaziergänge und ein wenig Spaß und Spiel. Ihre psychischen Probleme, die sie seit der Narkose hat, nehmen auf Grund des Stresses auch wieder zu.

Kimbi zeigt mir oft genau an was sie möchte und auch bewältigen kann – sowie heute auch.

Wir fahren normalerweise zwei mal tägl. mit dem Auto ins Grüne, ans Wasser oder in den Wald.
Ich gebe ihr, wenn wir los wollen, das Signal „Autofahren“, daraufhin kommt sie mit zum Auto. Ich stelle ihre Einstiegsrampe auf, sage Einsteigen und sie hoppelt rein.
Heute wollte sie nicht, sie kam nur mit zur Haustür und dort blieb sie stehen. Ich wartete ein wenig, dann folgte sie mir bis zum Auto und blieb erneut stehen. Auf Signal „Einsteigen“ schaute sie mich nur an.
Normalerweise wäre sie nun schon im Auto und würde darauf warten dass wir los fahren.
Heute aber wollte sie kein Autofahren und somit lud ich die Rampe wieder ein, schloss das Auto ab und ging wieder ins Haus.
Zweiter Versuch.
Kimbi „Spazieren gehen“ ? Das Signal bedeutet wir gehen nur eine Runde an der Leine um den Block – keinen Freilauf und auch keinen langen Spaziergang. Kimbi kam hergelaufen. Ich zog ihr das Geschirr an, leinte sie an und ging hinaus. Kimbi kam freudig mit. Sie lief voraus, bestimmte den Weg und entschied, wie lange sie draußen bleiben möchte. Nach ca. 20 Minuten waren wir wieder zuhause.
Kimbi hilft es manchmal an der Leine zu laufen, es gibt ihr in bestimmten Momenten Sicherheit. Ebenso tut es ihr gut auch mal selbst zu entscheiden, was für sie in dem Moment wichtig ist.

Hunde können uns nicht sagen, wenn sie Schmerzen haben oder sich nicht wohl fühlen.
Umso wichtiger ist es die Signale, die wir einem Hund geben, positiv aufzubauen und anschließend im Alltag nicht durchsetzen oder erzwingen zu wollen.

Wir können unseren Hund nur lesen, richtig deuten und auf ihn eingehen, wenn er die Signale nicht durch erlernte Hilflosigkeit, aus Unsicherheit oder Angst ausführt.