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Nackenhaare aufstellen (Piloerektion)

Nackenhaare aufstellen (Piloerektion)

Immer wieder interessant, was ich so auf Fotos und Filmen von Kimbi entdecke. Die verschiedenen Verhaltensweisen sind bei ihr teilweise so kurz und schnell, dass ich sie im Alltag manchmal mit dem bloßen Auge gar nicht so wahrnehmen kann. Fotografiere ich  Serienaufnahmen oder filme sie, kann ich die  einzelnen Sequenzen besser sehen.

Kimbi bekam vor einiger Zeit einen Fasandummy für Sucharbeiten. Bevor wir damit trainierten und nach draußen gingen zeigte ich ihn ihr, ließ sie dran schnuppern, machte kleine Suchversuche usw..  Nachdem das alles gut geklappt hatte und sie ihn toll fand, bauten wir das Training aus. Ich zeigte  ihr ihn, legte ihn dann ins Gras, ohne dass sie ihn suchen musste und ließ sie ihn erst mal  apportieren.  Zuhause und im Garten war sie mit Spaß dabei.

Die ersten paar Bilder waren das schnelle Draufzustürmen.

Dann stoppte sie, blieb kurz stehen, die Ohren direkt nach vorn gerichtet, sogar am überklappen, die Rute aufgerichtet und ihre Nackenhaare stellten sich auf. Das Aufrichten der Nackenhaare zeigte sie hier das zweite Mal in 8,5 Jahren. Das erste Mal vor 4 Jahren, da standen ihre Haare stark senkrecht, dort war sie extrem erregt aufgrund einer Begegnung mit einem Eurasierrüden. Hier das zweite Mal aufgrund des Fasandummys im Gras.
Die Nackenhaare kann ein Hund nicht willkürlich aufstellen.

Bei Angst, starker Erregung oder auch Kälte/Zittern kommt es zu einer vom vegetativen Nervensystem gesteuerten Kontraktion des Haarbalgmuskels und dadurch erhebt sich der Haarfollikel über die Hautoberfläche und das Haar richtet sich auf (Fachbegriff Piloerektion).

Je mehr Fell ein Hund hat, das zudem vielleicht noch sehr dicht und lang ist, desto weniger erkennt man eine Piloerektion von außen. Ab einer gewissen Felllänge/ Dichte, schafft der Haarbalgmuskel es auch nicht mehr, das einzelne Haar aufzurichten.

Kurze Zeit später entspannte sie sich wieder und apportierte freudig den Dummy.

Danach zeigte sie das Verhalten nicht wieder, das Suchen des Fasandummys, egal ob der große oder kleine, ist mittlerweile einer ihrer Lieblingsbeschäftigungen.